Angemessenes Abfallmanagement
Um eine korrekte Entsorgung der Abfälle durchzuführen, die in unseren Anlagen entstehen, und deren spätere Verwertung zu erleichtern, wird jeder Abfallstoff gleich zu Beginn an der Stelle, an der er entsteht, getrennt und in speziellen Containern gelagert, unabhängig davon ob der Stoff gefährlich, ungefährlich, reaktionsträge oder recycelbar usw. ist.
Alle Abfallstoffe, die nicht intern recycelt werden können, werden aufbereitet, etikettiert und auf dafür vorgesehenen Lagerplätzen gemäß den im jeweiligen Fall geltenden maßgebenden Vorschriften gelagert. Später werden sie den zugelassenen Entsorgungsbetrieben übergeben, die eine korrekte Behandlung der Stoffe sicherstellen. Dazu zählen beispielsweise die Wiederverwertung von Karton, Plastik oder Holz, die beim Verpacken, Stapeln und dem Versand der Ware entstehen, oder die Verwertung der Scherben, die als Ausschuss beim Herstellungsprozess erzeugt werden.
Recycling und interne Verwertung der Abfallstoffe
VIVES recycelt 100% der Schlämme und wässrigen Suspensionen der keramischen Materialien, die in seinen Produktionsanlagen beim Glasieren und der Zubereitung der Glasuren anfallen, ebenso wie die Abfälle, die durch die nicht gebrannten Fliesen entstehen, die als Ausschuss beim Herstellungsprozess erzeugt werden, und das pulverförmige Material, das sich in den Reinigungsfiltern der Absaugarme ansammelt. Diese Abfallstoffe werden an unsere Pulverlieferanten geschickt und bei der Herstellung von feinstem Keramikpulver durch Einspeisung und Wiederverwendung beim Mahlen des Tons zur Zubereitung der Keramikmasse recycelt. Auf diese Weise werden die genannten Materialien wiederverwertet und Umweltbeeinträchtigungen vermieden.
Förderung umweltfreundlicher Verfahren
VIVES hat bei seinen Anlagen auch die Trennung des mit Hausmüll vergleichbaren Abfalls eingeführt, der in den Pausenräumen und Kantinen anfällt, und dafür verschiedenfarbige Container aufgestellt, die der Trennung von organischem Müll (brauner Container), Getränkedosen (roter Container), Plastikbehältern (gelber Container) und Papier/Karton (blauer Container) dienen. Mit dieser Initiative soll ein kleiner Beitrag zur Förderung umweltfreundlichen Verhaltens bei der Abfallentsorgung durch die Mitarbeiter geleistet werden, was gleichzeitig auch zu einer besseren Verwertung dieser Art von Abfallstoffen im Unternehmen beiträgt.
Effizientes Wassermanagement
Wir sind uns der Wichtigkeit bewusst, innerhalb der eigenen Handlungsmöglichkeiten ein angemessenes Management der natürlichen Ressourcen zu betreiben, um die Beeinträchtigung der Umwelt durch die gewerbliche Tätigkeit zu minimieren. Deshalb richten wir bei VIVES unser Augenmerk auch immer auf das Wassermanagement und ergreifen in unseren Anlagen Maßnahmen zur effizienten Nutzung bei den verschiedenen Produktionsprozessen.
In der Praxis bestehen diese Maßnahmen in ganz konkreten und einfachen Handlungen wie z.B. darin, das Personal auf die vernünftige Nutzung des Wassers am Arbeitsplatz hinzuweisen, regelmäßig Überprüfungen der Wasserinstallationen hinsichtlich undichter Stellen durchzuführen und innerhalb der bestehenden Möglichkeiten dem trockenen Säubern den Vorrang gegenüber der Reinigung mit Wasser zu geben etc.
Minimierung des Wasserverbrauchs bei den Verfahren mit dem größten Wasserbedarf
Es bestehen auch andere komplexere Maßnahmen, die darauf ausgerichtet sind, den Wasserverbrauch bei jenen Verfahren zu minimieren, die den größten Wasserbedarf erfordern, wie dies in den Sektionen des Schnitts von Sonderteilen bei Arte y Diseño Cerámico, S.A. oder den Sektionen des Schleifens und Fräsens der Feinsteinzeugfliesen bei Ferraes Cerámica, S.A. der Fall ist, wo die Sparmaßnahmen durch Systeme umgesetzt werden, durch die das Wasser wieder in Umlauf gebracht und für die Verarbeitung der Materialien zur Verfügung gestellt wird. Zu diesem Zweck besitzen wir zwei Wasserrückgewinnungsanlagen für das Abwasser, das bei der Verarbeitung der Materialien anfällt. Durch eine physikalisch-chemische Behandlung des Wassers werden die festen Schwebeteilchen im Wasser eliminiert, in den Herstellungsprozess rückgeführt und so wiederverwertet.
Recycling des gesamten Abwassers
VIVES recycelt zugleich auch 100% der Abwasser und wässrigen Abfallschlämme, die bei den Glasierverfahren und der Zubereitung der Glasuren entstehen (Null-Abfall-Strategie), indem wir sie unseren Lieferanten für Keramikpulver übergeben, damit sie beim Mahlen des Tons zur Zubereitung der Keramikmasse wieder in den Produktionsprozess eingespeist werden. So wird verhindert, dass sie weggekippt werden, und gleichzeitig wird der Verbrauch von sauberem Wasser, das dem Produktionszyklus zugeführt werden muss, verringert.
Das Einsparen von Energie ist unser Ziel
Die Einsparung von Energie ist ein entscheidender Faktor bei den industriellen Herstellungsverfahren, insbesondere im Keramiksektor, da beträchtliche Mengen Energie in Form von Wärme zur Herstellung der Produkte benötigt werden, wie z.B. bei der Zerstäubungstrocknung des Tons zur Herstellung von feinstem Keramikpulver, beim Trocknen der Rohlinge nach dem Pressen oder beim Brennen der Fliesen.
Einhaltung der Emissionsgrenzwerte
Bei VIVES werden regelmäßig an allen Emissionsquellen der Zerstäuber, Trockner, Öfen und Staubfilter die jeweils vorgeschriebenen Kontrollen durchgeführt und außerdem durch Beauftragung anerkannter Kontrolleinrichtungen andere freiwillige Inspektionen zur Selbstkontrolle vorgenommen, die die Einhaltung der Emissionsgrenzwerte bescheinigen, die durch die Umweltgesetzgebung festgelegt sind.
Selbstkontrolle der Luftemissionen
Um uns den neuen Vorschriften für Luftemissionen anzupassen verfügen unsere Schlauchfilter, die den Staub reinigen, der in den Anlagen aufgefangen wird, über Meßgeräte, die den ständigen Diferentialdruck messen. So lässt sich durch das Aufdecken möglicher Risse oder das Feststellen übermäßiger Verschmutzung in den Schlauchfiltern deren richtiges Funktionieren überprüfen.
Minimisation des émissions de particules
Bei VIVES wird auch immer eine Reihe von bewährten Maßnahmen berücksichtigt, die dazu dienen, die Staubemissionen zu minimieren, die bei der Vorratshaltung von Naturton entstehen. Dazu zählen beispielsweise das Verlegen geeigneter Bodenbeläge auf den internen und externen Zugangswegen zu den Vorratsflächen und deren regelmäßige Reinigung oder, falls dies nötig ist, die Benetzung der Naturtonlager, die sich im Freien befinden, um eine Ausbreitung des Staubs in die Umgebung zu vermeiden.
Akustische Prüfungen
Die gültigen Vorschriften zur Regelung der akustischen Kontamination sehen eine Begrenzung der maximalen Lärmpegel sowohl im Außen- als auch im Innenraum vor, je nach überwiegender Nutzung der Flächen, auf denen die Tätigkeiten ausgeübt werden. Auf Grundlage dieser Vorschriften führt VIVES in den Anlagen die entsprechenden akustischen Prüfungen durch, in denen Lärm und Vibrationen erzeugt werden, um eine Kontrolle der akustischen Emissionen und ihrer Belastung für die Umwelt zu erhalten. Die akustischen Prüfungen erfolgen durch anerkannte Kontrolleinrichtungen, die die Einhaltung der anzuwendenden Emissionsgrenzwerte bescheinigen.
Lärmreduktion durch Einkapselung
Im Werk Ferraes Cerámica, S.A. wurden beim Entwurf der neuen Anlagen zur Herstellung der Feinsteinzeugfliesen eine Reihe von Maßnahmen berücksichtigt, die dazu dienen sollen, sowohl den Lärm, der in die Umgebung emittiert wird, als auch den Lärm am Arbeitsplatz zu reduzieren. Ein Beispiel dafür ist die Schalldämmung durch Einkapselung der Kugelmühlen zur Herstellung der Glasuren, die Schalldämmung der Pressen oder die Installation von Schlauchfiltern zur Luftreinigung im Innern und nicht außerhalb der Werke, wie dies konventionellerweise erfolgt, wobei gleichzeitig die entsprechenden Sauggebläse schalldicht gemacht werden.
Was ist das Kyoto-Protokoll?
Das Bewusstsein der Weltgemeinschaft über die systematische und globale Erderwärmung und deren Beziehung zum Ausstoß von Treibhausgasen gab 1997 Anlass zum Kyoto-Protokoll, durch das die Industrieländer, die diesen Vertrag unterzeichneten, sich dazu verpflichteten, konkrete Maßnahmen zur Emissionsminderung dieser Gase zu ergreifen und so den Klimawandel zu bremsen. Das Kyoto-Protokoll schuf eine Reihe von Mechanismen zur Erfüllung der übernommenen Verpflichtungen, zu denen der Handel mit Emissionsrechten gehört. .
Der Handel mit Emissionsrechten
VIVES nimmt mit den Anlagen CERAMICA VIVES und FERRAES CERAMICA in der Handelsperiode 2013 – 2020 am Handel mit Emissionsrechten teil und erhält eine jährliche kostenlose Zuteilung von Emissionsrechten. VIVES kontrolliert jährlich seine CO2-Emissionen durch eine zugelassene Prüfstelle und gibt Emissionszertifikate, die den emittierten Tonnen CO2 entsprechen, an die Behörden ab. Zu den erfassten CO2-Emissionen zählen sowohl die Mengen, die in seinen ortsfesten Anlagen durch die Verbrennung von Erdgas erzeugt werden, als auch die CO2-Emissionen, die beim Brennen der Fliesen bei hohen Temperaturen infolge der Zerlegung der Tonerde ausgestoßen werden.
Ein kleiner Beitrag zum Kampf gegen den Klimawandel
In unseren Anlagen von Ferraes Cerámica, S.A. haben wir auch ein in der Branche vollkommen neuartiges System zum Einschweißen unserer auf Paletten gestapelten Produkte in Plastikfolie eingeführt, bei dem kein Erdgas benötigt wird. Dieses System verwendet eine Rolle mit elastischem schlauchförmigem Plastikfilm, der sich der beladenen Palette direkt anpasst und keine Erhitzung durch Brenner erforderlich macht, die mit Erdgas betrieben werden, wie dies bei den konventionellen Systemen der Fall ist, wodurch sich die CO2-Emissionen vermindern. Mit diesem System können wir den Verbrauch von Erdgas beim Einschweißen unserer auf Paletten gestapelten Produkte in Plastikfolie um schätzungsweise ca. 2400 Nm3/Jahr reduzieren, was einer Verringerung unserer Emissionen um 5,2 Tonnen CO2/Jahr entspricht. Auf diese Weise leisten wir einen kleinen Beitrag zum Kampf gegen den Klimawandel.
90TILE
90Tile von VIVES ist unsere keramische Produktpalette, die zu mehr als 90 % aus recycelten Materialien besteht, und ist das Ergebnis unserer starken Forschungstätigkeit im Bereich Umweltschutz und Nachhaltigkeit.
Dieser hohe Anteil an recyceltem Material (das Rohstoffe, Wasser und Mineralien umfasst) spielt in der ersten Phase des Prozesses der Fliesenherstellung eine Rolle, also bei der Herstellung des zerstäubten Keramikpulvers, das für die Produktion des Trägermaterials verwendet wird. Auf diese Weise erhält man ein Produkt mit hervorragenden technischen Eigenschaften und stellt gleichzeitig sicher, dass Abfallstoffe wiederverwendet werden. Damit erreichen wir neue Ziele bei unserem Engagement für die Umwelt und im Hinblick auf die Einsparung von Ressourcen.
Siehe Sammlung: 90Tile Recycled Ceramics
Hier können Sie die pdf-Datei mit allen Informationen herunterladen: 90Tile Recycled Ceramics
Chronologie
Da sich unsere Produktionstätigkeit und Marktpräsenz gefestigt haben, hat sich auch unser Umweltengagement weiterentwickelt und verstärkt:
Das Werk Azulejos Vives I (die erste Anlage der VIVES-Gruppe) passte seine Öfen und Trocknungsanlagen für den Umstieg auf Erdgas an, welches als Brennstoff sauberer und umweltfreundlicher ist.
Im Werk Azulejos Vives II wurde die erste Kraft-Wärme-Kopplungsanlage in Betrieb genommen, mit der es möglich ist, den Wärmebedarf der Tonzerstäubungsanlage zu decken und gleichzeitig Strom für die Versorgung der gesamten Fabrik zu produzieren.
Angesichts der guten Ergebnisse, die erzielt wurden, wurde im Werk 1 von Cerámica Vives die zweite Kraft-Wärme-Kopplungsanlage mit gleicher Leistung in Betrieb genommen.
Ferraes Cerámica nahm seine Arbeit auf und wurde mit einer Kläranlage ausgestattet, die die Wiederverwendung des beim Rektifizieren und Polieren verwendeten Wassers ermöglicht.
Cerámica Vives trat in den Emissionshandel ein.
Cerámica Vives erhielt die integrierte umweltrechtliche Genehmigung für seinen Betrieb.
Ferraes Cerámica nahm seine Anlage zur Herstellung von Fliesen in Betrieb, die über die neueste Technologie zur Reduzierung der Luft- und Lärmemissionen verfügt.
Ferraes Cerámica erhielt die integrierte umweltrechtliche Genehmigung für seinen Betrieb.
Vorbereitung und Zertifizierung der ersten Umweltproduktdeklaration (UPD) für sein Sortiment an Feinsteinzeugprodukten (Ökolabel der Stufe III nach den ISO-Normen) im Rahmen des Programms zur Umweltdeklaration für Bauprodukte der Architektenkammer von Barcelona.
Erste Zertifizierung zum Recyclinggehalt von Keramikfliesen (Ökolabel der Stufe II nach den ISO-Normen)
Einrichtung der Website EcoVIVES als Kommunikationskanal für unsere Umweltmaßnahmen.
Ferraes Cerámica und Azulejos Vives traten in den Emissionshandel ein.
Aktualisierung der Umweltproduktdeklaration (UPD) für sein Sortiment an Feinsteinzeugprodukten (Ökolabel der Stufe III nach ISO-Normen), jetzt im Rahmen des Programms GlobalEPD von AENOR.
Entwicklung von Produkten mit hohem Recyclinggehalt und antibakteriellen Eigenschaften.
Zertifizierung nach der Norm ISO 14001 des Umweltmanagementsystems unserer Produktions-, Logistik- und Verwaltungszentren.